Warum Zeit mit Freunden sogar gesund ist

Freundschaft und positive soziale Kontakte entfalten eine heilende Wirkung auf den menschlichen Organismus 

Das Zusammensein mit guten Freunden, engen Vertrauten und lieben Bekannten lebt von Verständnis, Zuneigung, Hilfsbereitschaft, Empathie, Wertschätzung, Respekt und Vertrauen. Ein stabiles soziales Netzwerk mit engen Bekannten und Freunden gilt als stärkste Waffe im Kampf gegen Einsamkeit, die nachweisbar die körpereigene Produktion entzündungsfördernder Stresshormone senkt, die Entzündungsprozesse im menschlichen Organismus anheizen und die Wahrscheinlichkeit für verschiedene Krankheitsbilder potentiell in die Höhe schnellen lassen. Freundschaft ist demnach ein wirksames Instrument, das tatsächlich die Gesundheit fördert und die individuelle Lebensdauer anhebt.


Einsamkeit und das Fehlen positiver sozialer Kontakte ist ein Risikofaktor für die Gesundheit 

Wissenschaftliche Studien beweisen, dass Einsamkeit einen vergleichbar negativen Effekt auf die menschliche Gesundheit ausübt wie das Rauchen. Fehlende soziale Beziehungen schädigen die menschliche gesundheitliche Verfassung demzufolge ebenso intensiv wie der tägliche Konsum von 15 Zigaretten. Demgegenüber stützen die Untersuchungen plausibel die These, dass ein engmaschiges positives soziales Netzwerk ein nachhaltiger gesundheitsfördernder Zugewinn für die physische und psychische Verfassung des Einzelnen ist.

Wer eng durch positive soziale Kontakte mit Dritten verbunden ist, weist folglich ein vergleichsweise geringeres Sterberisikoauf als Personen, die sozial isoliert ohne den Kontakt zu Freunden, Bekannten und Verwandten leben. Grund dafür ist laut Untersuchungen, dass Personen, die in ein stabiles soziales Netz eingebunden sind, sich als Teil einer Gruppe wahrnehmen, der für das Wohlergehen Dritter verantwortlich ist. Analog dazu achten entsprechende Personen im direkten Vergleich zu Menschen, die sozial vereinsamt sind, intensiver auf sich selber und gehen verhältnismäßig selten Risiken ein, die ihre Gesundheit gefährden können.

Soziale Beziehungen, die als positiv eingestuft werden, und Personen das Gefühl vermitteln wergeschätzt, geliebt, verstanden und gebraucht zu werden, dienen demnach als Katalysator für die individuelle Zufriedenheit, die direkt an die persönliche Gesundheit gekoppelt ist.

Das Pflegen von Freundschaften pusht die Gesundheit und reduziert das Alzheimerrisiko 

Die bewusste Pflege von Freundschaften und lieben Bekanntschaften ist deshalb ein essentieller Baustein, um die eigene körperliche und geistige Gesundheit zu erhalten und zielgerichtet zu fördern. Der enge, vertrauensvolle Austausch mit Freunden entlastet die Psyche, hilft bei der Stressbewältigung, dämpft die Synthese körpereigener Stressbotenstoffe und vertreibt zuverlässig Einsamkeit und Traurigkeit.

Der permanente, lebendige Austausch mit Dritten stimuliert zudem bestimmte Nervenbahnen im menschlichen Gehirn, die für geistige Fitness und die Kommunikation zuständig sind. Insbesondere im zunehmenden Alter erweisen sich soziale Kontakte als wirksames Präventivmittel gegen Alzheimer. Aussagen der Alzheimer Forschung Initiative e.V. zufolge maximiert Einsamkeit die Wahrscheinlichkeit für die Etablierung depressiver Verstimmungen oder einer Depression. Fehlende soziale Kontakte gehen zusätzlich mit einem Mangel an Kommunikation einher, so dass einsame Menschen die für den Nervenaustausch verantwortlichen Regionen im Gehirn nicht ausreichend trainieren und ihr Risiko für eine Alzheimererkrankung anschwillt.